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Landeanflüge: Arten und Erläuterungen zu jedem

Landeanflüge: Arten und Erläuterungen zu jedem

📋 Einführung

Der Landeanflug ist die letzte Flugphase, in der das Flugzeug absinkt und auf der Landebahn landet. In der modernen Luftfahrt gibt es verschiedene Arten von Anflügen, die sich in der verwendeten Ausrüstung, Genauigkeit und minimalen Wetterbedingungen unterscheiden. Schauen wir uns die wichtigsten Arten von Ansätzen in einfachen Worten an.

👁 1. Visueller Ansatz

Was ist das:

Die einfachste Art des Anflugs besteht darin, dass der Pilot mit seinen Augen die Landebahn sieht und landet und sich dabei visuell orientiert.

So funktioniert es:

Der Pilot blickt aus dem Fenster und dirigiert das Flugzeug zur Landebahn

Keine spezielle Ausrüstung erforderlich

Wird bei schönem Wetter verwendet

Wann zu verwenden:

Hervorragende Sicht

Tag oder Nacht (bei guter Flugplatzbeleuchtung)

Keine Wolken auf dem Weg zur Landebahn

💡 In einfachen Worten:

Es ist, als würde man ein Auto parken: Man sieht eine Lücke, fährt und parkt.

📡 2. ILS (Instrumentenlandesystem) – Instrumentenlandesystem

Was ist das:

Das gebräuchlichste Präzisionsanflugsystem. Am Boden befinden sich Funkfeuer, die einen „Korridor“ für das Flugzeug schaffen.

So funktioniert es:

Localizer (LOC) – zeigt die Links-Rechts-Abweichung von der Mitte des Streifens an

Glideslope (G/S) – zeigt die Abweichung vom korrekten Gleitpfad nach oben und unten an (normalerweise 3°)

Der Pilot (oder Autopilot) folgt den Pfeilen und hält sie zentriert

📊 ILS-Kategorien:

CAT I – Sie können mit einer Sichtweite von 550 m und einer Wolkenhöhe von 60 m landen

CAT II – Sichtweite ab 300 m, Wolkenhöhe ab 30 m (Autopilot erforderlich)

CAT III – Sie können fast blind landen (CAT IIIC – überhaupt keine Sicht)

💡 In einfachen Worten:

Stellen Sie sich vor, dass ein unsichtbares Rohr zum Streifen führt. Das Flugzeug fliegt an diesem Rohr entlang und die Instrumente zeigen an, ob es von der Mitte abgewichen ist.

🛰 3. RNAV/RNP (GPS-Ansätze)

Was ist das:

Moderne Ansätze basierend auf GPS/GNSS-Satellitennavigation.

So funktioniert es:

Per GPS kennt das Flugzeug seine genaue Position

Die Anflugtrajektorie wird in der Datenbank gespeichert (wie eine Route in einem Navigator)

Der Autopilot bzw. Pilot folgt dieser Flugbahn

📱 Typen:

RNAV (GNSS) – grundlegender GPS-Ansatz, nicht präzise (wie NDB/VOR)

RNP APCH – genauer, mit Navigationsgenauigkeitskontrolle

RNP AR – ultrapräzise, ermöglicht komplexe Manöver in den Bergen

✅ Vorteile:

Keine Bodenbaken erforderlich

Sie können gekrümmte Flugbahnen erstellen (um Berge, Städte fliegen)

Funktioniert überall dort, wo es GPS gibt

💡 In einfachen Worten:

Wie ein Navigator im Auto wissen die Satelliten, wo Sie sich befinden, und weisen Ihnen den gewünschten Weg zur Landebahn.

📻 4. VOR/DME-Ansatz

Was ist das:

Anflug mit bodengestützten VOR- (Richtungs-) und DME- (Entfernungs-)Beacons.

So funktioniert es:

VOR sendet Radiale (Strahlen) in alle Richtungen

Das Flugzeug passt sich dem gewünschten Radial an und fliegt daran entlang

DME zeigt die Entfernung zum Leuchtfeuer an

Der Pilot sinkt nach einem Muster an bestimmten Punkten ab

💡 In einfachen Worten:

So folgen Sie einem Kompass: „Gehen Sie 5 Kilometer nach Norden und wenden Sie sich dann nach Osten.“ VOR ist ein Kompass, DME ist ein Schrittzähler.

🔊 5. NDB-Ansatz

Was ist das:

Altes System mit ungerichteten Beacons.

So funktioniert es:

NDB sendet Funksignale in alle Richtungen

Der ADF-Pfeil eines Flugzeugs zeigt immer auf das Leuchtfeuer

Der Pilot passt den Kurs unter Berücksichtigung des Windes an

⚠️ Nachteile:

Ungenaues System

Störungen vorbehalten (Gewitter, Berge)

Veraltet und wird nach und nach abgeschafft

💡 In einfachen Worten:

So folgen Sie dem Klang: Sie hören, wo die Glocke läutet, und gehen dorthin. Aber wenn der Wind zur Seite weht, kann es sein, dass Sie etwas verpassen.

🎯 6. LPV (Localizer-Leistung mit vertikaler Führung)

Was ist das:

GPS-Anflug mit vertikaler Führung – „GPS-Version von ILS“.

So funktioniert es:

Verwendet GPS + SBAS-Korrektursystem (WAAS, EGNOS)

Ermöglicht eine Genauigkeit nahe ILS CAT I

Zeigt sowohl horizontale als auch vertikale Abweichungen an

⭐️ Vorteile:

Kein ILS am Boden erforderlich

Fast ILS-ähnliche Genauigkeit

Günstiger zu installieren für Flughäfen

💡 In einfachen Worten:

Ein verbesserter GPS-Ansatz, der fast so genau wie ILS funktioniert, aber keine teure Ausrüstung am Boden erfordert.

🚀 7. GLS (GBAS-Landesystem)

Was ist das:

Das neueste GPS-basierte Landesystem mit Bodenkorrekturstation.

So funktioniert es:

Bodenstation korrigiert GPS-Signal

Höhere Genauigkeit als ILS

Kann ILS CAT II/III ersetzen

🔮 Status:

Noch nicht weit verbreitet

Wird an einigen großen Flughäfen verwendet

Die Zukunft der Luftfahrt

💡 In einfachen Worten:

Hochpräzises GPS-Ortungsgerät der nächsten Generation, das auch bei sehr schlechtem Wetter funktioniert.

📞 8. PAR (Precision Approach Radar) – Radarführung

Was ist das:

Der Fluglotse am Boden sieht das Flugzeug auf dem Radar und teilt dem Piloten mit seiner Stimme mit, wohin er fliegen soll.

So funktioniert es:

Dispatcher: „Sie sind ein wenig nach rechts, biegen Sie 2 Grad nach links ab.“

Dispatcher: „Sie befinden sich über dem Gleitpfad, erhöhen Sie Ihren Sinkflug.“

Der Pilot folgt den Befehlen

🎖 Wann zu verwenden:

Militärische Luftfahrt

Notfallsituationen

Geräteausfall im Flugzeug

💡 In einfachen Worten:

Zum Beispiel, wenn dir ein Freund beim Einparken hilft: „Noch einen Meter zurück... halt... ein bisschen links...“

✈️ Fazit

Die moderne Luftfahrt nutzt eine Vielzahl von Anflugsystemen – vom einfachen visuellen Anflug bis hin zu hochpräzisen automatischen Systemen. Die Wahl des Systems hängt ab von:

🌦 Wetterbedingungen

🏢 Flughafenausrüstung

✈️ Flugzeugausrüstung

👨‍✈️ Besatzungsqualifikationen

📈 Trend: Die Luftfahrt geht sukzessive von bodengestützten Funkbaken (VOR, NDB, ILS) zu Satellitensystemen (RNAV, LPV, GLS) über – sie sind günstiger, flexibler und für abgelegene Flughäfen besser zugänglich.

🎮 Für Flugsimmer

In X-Plane und MSFS können Sie alle diese Vorgehensweisen üben! Beginnen Sie mit Visuals, beherrschen Sie dann ILS und gehen Sie dann zu modernen RNAV-Ansätzen über. Dadurch wird der Realismus Ihrer Flüge deutlich gesteigert.